Entstehungsgeschichte zum HNO Repititorium, Berlin, 26.-29.April 2017

Bevor wir zur Entstehungsgeschichte eines eigenen Facharztvorbereitungskurses der HNO Assistenten kommen, ein kurzes Vorwort, wieso uns dieser Artikel wichtig ist.

Wir möchte gerne auf diesem Weg einen kurzen Einblick in die Entstehung des Facharztvorbereitungkurses geben, um in erster Linie allen Beteiligten danken zu können, denen sonst auf Grund der geringen Platzverhältnisse auf dem Flyer nicht gedankt werden kann. Ohne die Bemühungen vieler engagierter Assistenten und Professoren wäre diese Veranstaltung, die sich seit langem auf der Agenda der Assistentenvertretung befindet, nicht möglich gewesen.

Die Idee eines Vorbereitungskurses für die Facharztprüfung ist nichts grundsätzlich Neues – wird sie doch schon länger in anderen Fächern wie z.B. der Inneren Medizin und Urologie erfolgreich praktiziert.

In der Assistentenvertretung kam sie das erste mal Anfang 2013 auf (in der damaligen Besetzung mit Julia Gekeler, Jana Linke, Markus Brandstetter und Kourosh Roushan), als wir auf der Suche nach einem eigenen Fortbildungsformat waren. Die Idee war es, eine Veranstaltung zu haben, die von der Assistentenvertretung organisiert wird, um den Austausch zwischen den HNO-Weiterbildungsassistenten zu fördern.

In diesem Prozess wurde Julia Gekeler von Prof. Schulz und Frau Dr. Diekmann, die für die Urologie Assistenten ein Repititorium organisierten, angesprochen, ob Interesse besteht, das Format auf die HNO zu übertragen. In den folgenden Monaten standen insbesondere Gespräche von Julia und Kourosh mit den Urologen an, um mögliche Schnittstellen zu finden. Hierbei wurden wir sehr freundlich und offen beim Kurs in Stromberg empfangen und wir haben erstmals ein Gefühl dafür bekommen, worauf es uns bei einer eigenen Fortbildung ankommt. Leider wurde die Idee seitens der Urologen, das Format auf die HNO zu übertragen, schlussendlich nicht weiterverfolgt.

Wir waren aber dadurch angestachelt und hochmotiviert, ein HNO Repititorium auf die Beine zu stellen. Viele Gespräche mit anderen Assistenten haben uns in diesem Vorhaben noch verstärkt, da es überwiegend sehr positive Rückmeldungen zu unserem Konzept gab. Leider gab es nicht nur positives Feedback, sondern auch viele kritische Stimmen, zu unserer Verwunderung vor allem auf Ebene der Chefärzte. Aber zum Glück haben, allen voran Kourosh Roushan und das neue Assistentensprecherteam um Janine Poranzke, Nikolaos Davaris und Michael Knoke, nicht locker gelassen und an das Konzept sowie das Fortbildungsformat geglaubt.

Prof. Eichhorn, Prof. Dazert, PD Dr. Minovi und Frau Dr. Lundershausen waren in dieser Phase eine große Unterstützung. Insbesondere Prof. Eichhorn hat uns mit Unterstützung bei inhaltlichen Fragen und bei der Erstellung eines ersten vollständigen Programms geholfen. Viele weitere Chefärzte, leitende Ärzte und Oberärzte haben uns motiviert, an dem Konzept dran zu bleiben.

Rückblickend entstand die Skepsis bei vielen Chefärzten vermutlich dadurch, dass das Konzept nicht auf Anhieb verstanden wurde. Die häufigste Kritik an uns war, wieso ein HNO Repititorium gebraucht wird, wenn es denn schon “HNO Update”, die vielen Fortbildungen bei der HNO Akademie (die wir als Assistentenvertretung mitbestimmen durften) und einen “Facharztwissen”-Kurs in Dresden/Jena/Magdeburg/Leipzig/Erfurt gäbe. Man würde riskieren diese guten Veranstaltungen zu schwächen und unnötig Konkurrenz entstehen zu lassen.

Wir waren jedoch anderer Ansicht. Unserer Meinung nach vermittelt das “HNO Update” eine Zusammenfassung der wissenschaftlichen Neuigkeiten des vergangenen Jahres. Die Fortbildungen der HNO Akademie adressieren einzelne Themen und bieten keine Gesamtübersicht der HNO. Der bestehende Facharztwissen-Kurs wurde von uns Assistenten sehr positiv aufgenommen, hatte aus unserer Sicht jedoch den Nachteil, dass das Konzept mehrere Teilnahmen an aufeinanderfolgenden Jahren voraussetzte, um einen gesamtheitlichen Überblick über das HNO Facharztwissen zu bekommen. Letzteres ist für einen Assistenten oftmals sehr schwierig umzusetzen, bei den vielen weiteren sinnvollen Fortbildungen, die es in der HNO gibt.

Alle drei Veranstaltung haben ihren Sinn, aber wir wollten eine einzeitige, intensive Prüfungsvorbereitung für Assistenten ab dem 3. Weiterbildungsjahr, damit jeder eine faire Chance hat, vor der Prüfung wenigstens einmal diese Veranstaltung zu besuchen.

Die entscheidenden Impulse und Fortschritte kamen im Spätsommer/Herbst 2015. Janine, Michael, Kourosh und Nikos erstellten am ersten Arbeitswochenende auf Rügen ein erstes, vollständig erarbeitetes Konzept für eine 4 1/2 Tage lange Veranstaltung. Anfragen an mehrere Hotels an zentralen Standorten in Deutschland wurden verschickt. Mit der großzügigen, professionellen und unentgeltlichen Unterstützung von Janine`s Freundin Katrin Brandt (Eventmanagerin, www.die-eventstuermer.de), die uns durch diverse Feierabendtelefonate bei einem Glas Rotwein beriet, konnten wir einen kompletten Budgetplanung erstellen.

Nun war glücklicherweise Kourosh im November 2015 bei der Geschäftssitzung der DG HNO vorgeladen, um über aktuelle Entwicklungen aus dem Bündnis JUNGE ÄRZTE zu berichten. Die Gelegenheit wurde von ihm auch genutzt, um intensiv für ein HNO Repititorium zu werben und klarzumachen, dass man engagierte Assistenzärzte ermutigen sollte, ihre Ideen voranzutreiben, anstatt sie zu demotivieren.

Das hat letztlich dazu geführt, dass wir mit der Professorengruppe, die den bestehenden Facharztwissenkurs veranstaltet, in Kontakt traten. Schnell war uns klar, dass ein ernsthaftes Interesse an unserem Konzept besteht. Nach einigen sehr produktiven Gesprächen, unsererseits vor allem durch Michael, war der Entschluss durch die Professoren gefasst, unser Konzept anstelle der bestehenden, etablierten Veranstaltung für 2017 auszuprobieren.

Wir möchten an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön und ein ganz großes Lob für Prof. Arens, Prof. Guntinas-Lichius, Prof. Plontke, Prof. Zahnert, Prof. Dietz und Prof. Eßer aussprechen. Dafür, dass man uns und unserem Konzept so ein großes Vertrauen ausgesprochen hat und bereit ist, das eigene Projekt, in das man sicherlich unzählige Stunden Arbeit und Herzblut investiert hat (wir können das sehr gut nachvollziehen), zu pausieren. Wir können nicht oft genug sagen, wie motivierend und belohnend das auf uns gewirkt hat und sind sehr dankbar dafür.

So bleibt uns nur noch übrig, den Professoren und uns bei der Umsetzung viel Erfolg zu wünschen, damit das Konzept für die Zukunft im jährlichen Rhythmus beibehalten werden kann.

Letztlich soll es hoffentlich ein wichtiger Beitrag aus der Assistentenvertretung in Kooperation mit den genannten Professoren sein, die Weiterbildung der HNO zu verbessern. Und hoffentlich profitieren in erster Linie die Weiterbildungsassistenten von den Bemühungen all der genannten Personen.

 

Eure Assistentenvertretung

 

Und hier nochmal der Flyer zum Kurs mit allen Infos

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