Richtlinien

Die Facharztprüfung ist in der Weiterbildungsordnung (WBO) geregelt; sie wird organisiert von den Landesärztekammern. Die folgenden Rahmenregelungen sind der WBO des Landes NRW entnommen und können von denen anderer Länder abweichen, auf die daher hier ausdrücklich verwiesen wird.

Die Ausbildung zum Facharzt beginnt erst nach der ärztlichen Approbation; allerdings können Tätigkeitsabschnitte, die als AiP abgeleistet wurden und gewissen Anforderungen genügen, auf die Weiterbildung angerechnet werden. Eine im Ausland absolvierte ärztliche Tätigkeit kann ggf. auf die Weiterbildung angerechnet werden, wenn diese gleichwertig ist. Hierzu vorab Informationen der jeweiligen Ärztekammer einholen.

Die Weiterbildung muss ganztägig und in hauptberuflicher Stellung in zugelassenen Weiterbildungsstätten durchgeführt werden. Teilzeit-Weiterbildung ist nur auf vorherigen Antrag in Ausnahmefällen möglich. In der Vergangenheit hat es sich bei bekannten Fällen hierbei so dargestellt, dass die Teilzeitarbeit mindestens 50% betragen musste, damit die Zeit angerechnet wurde. Insbesondere bei Frauen im Mutterschaftsurlaub ist hier in jedem Fall die direkte Rücksprache mit der Ärztekammer empfohlen; insbesondere auch was die Regelung für Erholungsurlaub betrifft.

Wichtig ist es, schon während der Weiterbildung zum Facharzt die abgeleisteten Weiterbildungsinhalte zu dokumentieren. Ein Zeugnis des Weiterbildungsbefugten, das im einzelnen die erworbenen Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten darlegt und zur Frage der fachlichen Eignung Stellung nimmt, ist einem späteren Antrag beizulegen.
Dokumentationsbögen sind zumeist in der Weiterbildungsordnung (WBO) selbst enthalten, welche über die Internetpräsenz der zuständigen LÄK verfügbar sein sollte.