Aufruf! Studie: Vergleich der Weiterbildung zum Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

Ich möchte auf eine Studie aufmerksam machen, die aktuell versucht inner-europäisch die Facharztausbildung zu vergleichen und mögliche Stärken und Schwachstellen aufzudecken, damit man hoffentlich Besserungen für die Zukunft ableiten kann.

Anbei habe ich den Fragebogen angehängt und einige Zeilen von Frau Dr. Natalie Oker hinsichtlich Hintergrund und Zielen der Studie. Ich würde mich freuen, wenn sich viele daran beteiligen würden.

Zugegebenermassen ist es etwas Zeit, die man in die Beantwortung investieren muss, aber ich hoffe wir werden durch die Ergebnisse und Rückschlüsse belohnt. In diesem Sinne.

Viele Grüsse

Kourosh Roushan

 

Assistenten und FA_Fragebogen-Deutschland 

Assistenten und FA_Fragebogen-Schweiz

 

„Der Gedanke zu dieser Studie ist aus den eigenen Erfahrungen heraus geboren, die ich als Deutsch-Französin, die ihr Medizinstudium und einen Teil ihrer Facharztausbildung in Frankreich (auch aktuell in Paris) und einen weiteren Teil in Deutschland absolviert hat, gemacht habe. Neben der Objektivierung von Unterschieden in der Ausbildung und der Lebenssituation von Assistenzärzten, ist ein weiteres Ziel unserer Studie, Stärken und Schwächen beider Ausbildungssysteme aufzudecken und so Anregungen für eine Verbesserung der Ausbildungs- und Lebensqualität aufzuzeigen und zu erreichen. Auch Kollegen, die erwägen einen Teil ihrer Facharztausbildung in einem anderen Land zu absolvieren, werden sicher in ihrem Entscheidungsprozess durch Ergebnisse aus unserer Fragebogenaktion unterstützt. Ich bin der festen Überzeugung, dass die Förderung eines solchen Austauschs der Vernetzung von Kollegen unserer Fachdisziplin insgesamt nützt. Unsere Idee mit dem Fragebogen wurde mittlerweile von weiteren Kollegen aufgegriffen, so dass nun auch neben der existierenden spanischen und englischen Version, eine italienische und norwegische Version in Arbeit sind. […] nach meinem Verständnis (geht es) […] um eine Fachdisziplinübergreifende, globale Beurteilung der Lern- und Führungskultur während der Assistenzarztzeit in Deutschland […].

Unsere Studie ist fachdisziplinspezifisch auf die HNO-Facharztausbildung zugeschnitten. Um alle wesentlichen Bereiche abzufragen ist eine gewisse, zugegebenerweise nicht geringe, Anzahl von Fragen nötig. Es wird der Ablauf und die Strukturierung der praktischen und theoretischen Ausbildung im jeweiligen Land, die Teilnahme an der Ausbildung von Medizinstudenten, Teilnahme an der Forschungsprojekten, die Arbeits-und Lebensqualität, die Atmosphäre in der jeweiligen Weiterbildungsstätte sowie die persönliche Lebenssituation erfragt. Auch vor dem Hintergrund der seit einigen Jahren existierenden europäischen Facharztprüfung (European Board Examination in Otorhinolaryngology – Head and Neck Surgery) organisiert durch die „European Union of Medical Specialists“ (UEMS-ORL) und vor allem durch die europäische Union, die eine Uniformierung der Studiengänge im Rahmen des Bologna-Prozesses anstrebt, handelt es sich um ein Thema mit hoher Aktualität. Meiner Kenntnis nach, sowie nach gründlichem Studium der aktuellen Literatur, ist unsere Studie, die erste, die eine chirurgische Facharztausbildung zwischen zwei und mehr Ländern untersucht. Das Ziel dieses Fragebogens ist ein Vergleich der HNO-Ausbildung von mehreren europäischen Ländern, um die Mobilität und den Austausch während der Facharztausbildung zu fördern und zu ermöglichen. Mit diesem Fragebogen möchten wir, Unterschiede erfassen und von jedem System die besten Aspekte identifizieren. In Frankreich, wurde dieser Fragebogen von Prof. E. Reyt aus Grenoble, Leiter der HNO-Fachausbildung in Frankreich und Präsident des “Collège Francais des Enseignants en ORL & CCF” sowie von Prof. A. Coste, Vorsitzender der HNO-Fachausbildung in “Ile de France” unterstüzt und an die französischen Chefärzte weitergeleitet. Der Fragebogen hat somit mit, bis jetzt, 114 französchen Antworten schon guten Anklang gefunden. Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie meine Studie […] unterstützen würden […]“

 

Kontaktdaten :

Dr Natalie Oker   

Consultation d’ORL et de Chirurgie cervico-Faciale du Pr Coste,  Centre Hospitalier Intercommunal de Créteil  40, avenue de Verdun, 94010 Créteil Cedex, France

n.oker@hotmail.fr

Kommentare

  1. Natalie Oker meint:

    Liebe Deutsche HNO-Kollegen und Kolleginnen,
    Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie meine Studie, die die Deutsche und Französische HNO- Facharztausbildung vergleichen soll, unterstützen könnten.
    Als Deutsch-Französin (selber in Deutschland aufgewachsen, in Frankreich Medizin studiert und im Moment in Paris in der HNO-Facharztausbildung) liegt mir dieses Thema besonders am Herzen. Wenn diese Studie genug Antworten erhält, würde ich diese Studie gerne auf Europa ausweiten. Ich hoffe, dass ein Vergleich der Systeme zu einer Verbesserung führen könnte, indem man die man die besten Elemente jedes Landes übernimmt!

    Falls Sie HNO-Assistenzart(in) oder recht frischer HNO-Facharzt(in) sind, wäre ich Ihnen sehr dankbar, wenn Sie meine Studie unterstützen könnten, indem Sie den folgenden Fragebogen ausfüllen könnten (es dauert etwa 10 min) und mir entweder per email n.oker@hotmail.fr zuschicken könnten oder per Post an:
    Dr Natalie Oker
    Consultation d’ORL et de Chirurgie cervico-Faciale du Pr A Coste
    Centre Hospitalier Intercommunal de Créteil
    40, avenue de Verdun
    94010 Créteil Cedex
    Frankreich
    Selbstverständlich bleiben die Antworten anonym.

    Mit freundlichen und dankbaren Grüssen aus Paris,
    Natalie Oker

    • Natalie Oker meint:

      “Da ich gefragt wurde, was genau mit den Daten passiert, möchte ich gerne kurz einige Bedenken aus der Welt räumen:

      1. Das einzige Ziel der Studie ist ein europäischer Ländervergleich der HNO-Facharztausbildung, d.h. die Daten aller Fragebogen in Deutschland werden anonymisiert zusammengefasst.

      2. Es wird keine weitere Unterteilung oder Subanalyse vorgenommen, d.h. es wird keine Aussage zu Unterschieden innerhalb Deutschlands erfolgen (das gleiche gilt für die anderen europäischen Länder). Somit besteht nicht die Gefahr über Klinik oder Region Rückschlüsse auf die die einzelne Person zu ziehen. Es gibt immer nur eine zusammengefasste Antwort pro Land.

      3. Die Daten werden komplett anonymisiert bearbeitet und es besteht nicht die Möglichkeit jetzt oder in Zukunft eine Ent-Anonmysierung vorzunehmen. Zumal ist auch in Zukunft nicht geplant auf andere Art und Weise auf diese Daten zuzugreifen. Sie sind einzig und allein für diese Studie gedacht und werden nach Beendigung der Studie nicht anderweitig verwendet ohne Bestätigung der Teilnehmer.”

  2. Die Ergebnisse sind mittlerweile veröffentlicht im “European Archive of Otorhinolaryngology”

    Eur Arch Otorhinolaryngol
    DOI 10.1007/s00405-014-3046-y

    Training satisfaction and work environment
    in Otorhinolaryngology, Head and Neck surgery: a comparison
    between France and Germany

    Natalie Oker · Virginie Escabasse · Helge Pensky ·
    Naif Alotaibi · Andre Coste · Andreas E. Albers

    Received: 12 February 2014 / Accepted: 1 April 2014
    © Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2014

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